Wie ich zu Jesus gefunden habe

      Wie ich zu Jesus gefunden habe

      Hallo,
      in gewisser weise bin ich glaubend aufgewachsen. Wir haben so bis zu meinem 12. Lebensjahr vor und nach dem Essen gebetet, meine Mutter hat ein Gutenachtgebet in Versform gesprochen, das mich wohlbehütet hat einschlafen lassen. Unser kath. Pfarrer erklärte, dass man auch persönlich mit Gott reden könnte, und ich habe es ein paar mal versucht- wollte aber immer nur meine Bitten erfüllt haben und nicht auf Gott hören - also hat sich auch nicht so viel getan. Irgend wann in meiner Jugend habe ich von den Greueltaten im Namen Gottes oder Jesu gehört, ich meine Hexenverbrennungen, Kreuzzüge, die lasche Haltung der Kirche im Dritten Reich. Das hat mich so erschüttert, dass ich erst mal gar nichts mehr von Gott und dem Glauben wissen wollte.
      Also habe ich mich im weiteren Lauf meines Lebens aus mir selber heraus angestrengt ein guter Mensch zu sein. Es hat mich immer berührt, wenn Menschen krank wurden und ich war hellhörig, wenn jemand erzählte wie er eine Krankheit überwunden hat. So habe ich mich viel mit dem Thema Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Vorsorge beschäftigt und bin immer wieder auf Bibelverse gestoßen worden, die den guten belegten Gesundheitsratschlägen entsprochen haben. Das hat mich immer mehr neugierig auf Gott und die Bibel gemacht. Allerdings wenn andere Christen mit mir geredet haben, war ich meistens sehr ablehnend und habe viele Aussagen oder deren Lebensweise angegriffen - also ich war ganz schön selbstgerecht.
      Durch die Befolgung einiger Ernährungsregel, war ich drei, vier Jahre hintereinander nicht mehr krank gewesen, die ansonsten mehrer Wochen dauernden Erkältungen kamen über ein Niesen bei mir nicht mehr hinaus. Ich fühlte mich stark und gesund und wurde schwanger. Meine Tochter kam allerdings mit Füßrückenödemen auf die Welt und es hieß, sie könnte vielleicht einen Herzfehler haben. Als ich von meiner sehr Rohkost betonten Ernährung erzählte, schlossen die Ärzte einen Eiweißmangel nicht aus. Aber meiner Tochter ging es gut, hatte keinen Herzfehler. Aber ich ein unruhiges Gewissen, ob ich einen Fehler gemacht hatte. So schaltete ich eine Anzeige, dass ich Kontakt zu Vegetariern oder Veganern mit Kindern zwecks Austausch suche. Die Einzige, die sich meldete war eine Christin mit vier Kinder. Sie lud mich zum Essen ein. Ich ging mit meinem Baby hin. Als ich sie mit ihren 4 Kindern erlebte, war ich tief beeindruckt. Trotz der vier Kinder war das Essen harmonisch, wir hatten vor dem Essen Gott mit einem Lied gedankt. Diese Frau und ich hatten einen guten Draht zueinander und ich war bereit ihr zuzuhören. Später schenkte ihr Mann mir einer Bibel und sagte, dass man die Bibel im Glauben lesen muss, um sie zu verstehen. Da ich die Sehnsucht hatte, mein Leben so harmonisch wie diese Paar zu leben, nahm ich diesen Rat an.
      Ich las nun öfter und gerne in der Bibel, aber es fehlte noch etwas. Fünf Jahre später bauten mein Mann und ich ein Haus. In dieser Zeit lernte ich eine Christin kennen, die sehr frei und offen von Jesus und was sie mit ihm erlebt hat erzählte. Sie erzählte auch davon, wie sie hört was Gott ihr sagt und das es dann besser ist dies auch zu tun, weil Gott immer das Beste für uns will.
      Während des Hausbaus ging jedoch unser Bauträger pleite und wir hatten schon unsere Wohnung gekündigt und der Chef der Baufirma lies sich am Telefon verleugnen, war für uns nicht erreichbar. Vom neuen Haus gab es nur eine Bodenplatte aus Beton. Da der Chef der Baufirma unsere Baupläne hatte, konnten wir nicht weiter bauen. Unser Vermieter verlängerte zwar den Mietvertrag, aber das war wegen der doppelten Kosten auch keine Lösung auf die Dauer.
      Ich erzählte dies meiner neuen Bekannten. Sie sagte mir, dass ich mir viel zu viele Sorgen machen würde und dass ich diese Sorgen doch einfach auf Jesus werfen könnte. Sie sagte mir auch wie man betend seine Sorgen auf Jesus wirft. Also machte ich dies in einer stillen Minute. Ein paar Tage später kaufte ich ein Buch, in dem es darum ging, wie man Briefe schreibt. Ich fragte Gott ob ich, etwas selber tun könnte, damit wir den Bauträger ans Telfon bekämen und unsere Baupläne. Plötzlich hatte ich den Eindruck, dass ich diesem Bauchef einen Brief nach der Anleitung aus meiem neuen Buch schreiben sollte. Das erzählte ich meinem Mann. Der sagte nur " Du spinnst". Worauf ich sagte, dass ich es trotzdem mache. Also schrieb ich abends den Brief und berief mich am Schluss des Briefes auf Gott. Am nächsten Tag machte ich mit unseren beiden Kindern einen Spaziergang zu dem Haus von besagtem Chef. Um 15 Uhr gingen wir los, so um 15:30 Uhr warf ich den Brief ein und mir machten auf dem Rückweg noch einen Stopp auf dem Spielplatz. Als ich so gegen 17 Uhr zuhause zur Tür hereinkam und losreden wollte, machte mein Mann mir ein Zeichen, dass ich jetzt ruhig sein soll, denn er war gerade am telefonieren. Es war ein langes Telefonat. Ich kümmerte mich um die Kinder. Als er auflegte, fragte er mich als erste ob ich diesen Brief eingeworfen hätte. "Ja, ich bin gerade davon zurückgekommen", war meine Antwort. Und er sagte, er hätte gerade diesen Chef am Telefon gehabt und vereinbart, dass er die Baupläne holen könnte. Und er meinte, dass er es auch bald glaube (das mir Jesus gesagt hätte, ich soll den Brief schreiben).
      Ich war sehr berührt in diesem Moment. Vor allem, dass Gott auch in so banalen, materiellen Dingen wie die Finanzen und das Dach über den Kopf hilft.

      In dieser Zeit habe ich ebenfalls auf anraten meiner Bekannten, mein Leben Jesus übergeben. Das war das Beste dass ich je tun konnte. Gott ist gut, wie ein liebevoller Vater.