Vaterunser

      Das Vaterunser ist wohl das Gebet welches im Christentum am häufigsten gebetet wird, sei es nun Landeskirche, Freikirche oder eine sonstige christliche Glaubensgemeinschaft. Das, dass so ist hat seinen Grund, zum einem wurde dieses Gebet von Jesus selbst an seine Jünger weitergegeben, und zum anderen deckt es wirklich alles ab. Leider haben mittlerweile viele Christen und Gemeinden das Vaterunser mittlerweile zu einer reinen Pflichtübung verkommen lassen, es wird zu einem Bestimmten Zeitpunkt in jedem Gottesdienst gesprochen, wobei die Menschen etwa so viel Begeisterung und Eifer an den Tag legen wie ein toter Fisch. Das Vaterunser ist dann kaum noch mehr als eine Litanei die man herunterleiert, ob nun im Gottesdienst oder Zuhause. Ich brauche wohl kaum zu sagen das, dass nicht in Gottes Sinne ist, das Vaterunser ist ein mächtiges und bewegendes Gebet, wenn man es bei vollem Bewusstsein betet und sich über die Aussagen darin im klaren ist, und auch meint was man betet. Aber was sind denn die Aussagen des Vaterunser, warum ist es ein so tolles Gebet, nun fangen wir an:

      Vater unser der du bist im Himmel, das ist nicht nur eine schöne Phrase, das ist eine Proklamation, wir sind Kinder Gottes! Durch Jesu Opfer am Kreuz sind wir nun tatsächlich Kinder des einzig waren Gottes, wir sind alle untereinander Geschwister, und sollten auch so miteinander umgehen, und wir haben die Möglichkeit Gott direkt anzusprechen und in seiner Autorität zu Handeln, hast du dir die Tragweite dieser Aussage schon mal vor Augen geführt? Das ist doch absolut gigantisch und sicher nichts was man einfach Lustlos vor sich hinmurmeln sollte! Gott ist unser Vater!

      Geheiligt werde dein Name, nun... tust du das denn? Heiligst du den Namen Gottes, verherrlichst du ihn. Oder gehst du eher achtlos damit um? Wir sollten als Christen nie vergessen, das zu tun. Benutze den Namen Gottes nicht mehr achtlos, sondern heilige ihn.

      Dein Wille geschehe, hast du dir schon mal überlegt was denn Gottes Wille ist? Was Gott in deinem Leben tun will, und was er möchte was du tust? Viele Christen haben, wenn sie sich wirklich darüber Gedanken machen was Gottes Wille ist, etwas Angst, sie glauben das er ihnen etwas verbieten oder etwas wegnehmen würde, und sicher wird es uns immer herausfordern den Willen Gottes zu tun, aber es lohnt sich immer. Oder glaubst du vieleicht Gott sorgt schon selber dafür das sein Wille geschieht, du brauchst dich nur zurückzulehnen und es geschehen zu lassen? Hast du vergessen das wir Gottes auserwählte Werkzeuge sind, wir sind auf der Welt um seinen Willen, natürlich durch seine Kraft und mit seiner Hilfe, geschehen zu lassen, also wenn du betest das Gottes Wille geschehen soll, dann frag ihn danach und fang an... und keine Angst, Gott ist dein liebender Vater, alles was er will dient zu deinem besten.

      Dein Reich komme, willst du das den wirklich, möchtest du das Gottes Reich auf Erden sichtbar wird? Dann beginne danach zu handeln, lies dir durch was Jesus über das Reich Gottes gesagt hat und lebe danach, denn nur so wird das Reich Gottes auf Erden sichtbar, dort wo Jesus war, wurde durch sein Handeln und seine Worte, und natürlich durch das Wirken des Heiligen Geistes, das Reich Gottes sichtbar. Wir sind die Jünger Jesu, seine Nachfolger, und wenn wir anfangen diese Nachfolge ernst zu nehmen, dann wird das Reich Gottes um uns herum für die Menschen sichtbar sein, lass euch das mal auf der Zunge zergehen.

      Unser täglich Brot gib uns heute, eigentlich klar, wir bitten um unsere tägliche Versorgung, aber tun wir es wirklich? Ist es nicht viel mehr so, dass wir es beten, aber uns in Wirklichkeit gar keine Gedanken darum machen, geschweige denn dankbar sind. Wir gehen jeden Tag zur Arbeit verdienen da unser Geld, und davon leben wir. Ist es wirklich so, dass wir die ganzen Dinge die wir täglich brauchen und bekommen als Gabe Gottes an uns sehen, als ein Geschenk das er uns aus reiner Gnade gemacht hat, oder ist es eine Selbstverständlichkeit, schließlich arbeiten wir für unser Geld und nicht etwa Gott. Wir vergessen nur allzu gerne das es Gott ist, der uns Gesundheit schenkt, so dass wir fähig sind zu arbeiten, dass er es ist der Die Pflanzen und Tiere wachsen und gedeihen lässt ( trotz dem was der Mensch mit ihnen tut ) so, dass wir etwas zu essen haben, und schließlich und endlich, hat er alles Geschaffen, also ist schon allein unsere Existenz eine Gabe Gottes.

      Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldiger, Jesus sagt an einigen Stellen, das die Vergebung und das gerichtet werden an uns geschieht, so wie wir sie anderen zukommen lassen. Und hier auch wieder, wie auch wir vergeben unseren Schuldiger. Vergibst du denn deinen Schuldiger, möchtest du das Gott mit deiner Schuld so umgehst wie du es mit der anderer Menschen tust? Etwa mit dem blöden Nachbarn, der sich immer über deine laute Musik beschwert, oder dem Autofahrer der dir grade die Vorfahrt genommen hat? Ich denke an dieser Stelle wird jeder von uns getroffen, und daran erinnert was Vergebung wirklich bedeutet, und wie nötig wir sie alle, jeden Tag in unserem Leben haben. Also beginne damit die Vergebung auszusprechen und es ernst zu meinen, wenn du es sagst, den Rest tut der Herr, aber du musst den ersten Schritt tun.

      Und führe uns nicht in Versuchung, Mhh warum sollte und Gott in Versuchung führen, oder zulassen das wir in Versuchung geführt werden. Ehrlich, ich weiß es nicht, ich weiß nur das ich fast jeden Tag in Versuchung gerate, und Gottes Hilfe dringend nötig habe, wenn ich ihr wiederstehen will. In Gottes Wort steht das er keine Versuchung zulassen wird, der wir nicht wiederstehen können, und das wir mit jeder überwundenen Versuchung im Glauben wachsen, also bete ich das voller Inbrunst und vertraue darauf das Gottes Wort wahr ist.

      Sondern erlöse uns von dem Bösen, nun welches Böse ist hier gemeint? Der Ärger in der Firma, eine Naturkatastrophe, der Streit mit der Ehefrau, ein Autounfall oder etwas ähnliches? Nun sicher auch das, aber unter dem Bösen, versteht man hier auch das Substanzielle Personifizierte Böse, den Teufel. Und von dem wollen wir sicherlich erlöst werden, mit diesem Satz sagen wir nicht nur aus, das wir um unseren Feind wissen, wir proklamieren auch das er durch Gottes Kraft besiegt ist, und das wir, wenn wir uns zu Gott stellen, von ihm erlöst werden, denn vergessen wir nicht, er ist zwar ein mächtiger Feind, aber er ist durch Jesu Opfer besiegt, und wir haben in Jeus die Autorität in zurückzuschlagen.

      Denn dein ist das Reich, und die Macht, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit Amen. Das Vaterunser endet wie alle unsere Gebete enden sollten, mit Lobpreis, wir proklamieren und verkünden die Herrlichkeit Gottes, stellen uns im Lobpreis auf die Aussagen seines Worten und danken ihm dafür das er da ist, Lobpreis ist etwas so tolles, er besiegt unsere Ängste und macht unser Herz frei, deswegen sollte jedes Gebet damit enden das wir Gott loben.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe