Größe im Reich Gottes

      Größe im Reich Gottes

      Wir alle möchten doch gerne zu den großen im Reich Gottes gehören, oder, selbst die Jünger haben sich darüber gestritten wer denn der erste unter ihnen wäre, und Jesus antwortet sinngemäß, wer der Größte sein will muss sich zu aller Diener machen. Man kann sich vorstellen das die Jünger daraufhin ziemlich verwirrt waren, der Größte soll allen dienen, ist es nicht normalerweise umgekehrt? Das eigentlich Problem hierbei sind die verschiedenen Sichtweisen, die Jünger meinten Weltliche Größe und die damit einhergehenden Privilegien und Annehmlichkeiten, und gingen davon aus das Größe im Reich Gottes genauso aussehen würde. Jesus dagegen meinte Größe aus der Göttlichen Perspektive, eine Größe die allein vor Gott zählt und die von der Welt vieleicht gar nicht wahrgenommen wird.
      Schauen wir uns doch den Größten unter den Menschen an, Jesus, er war zwar der König, aber er verhielt sich nicht so, er diente den Menschen durch Predigen und Heilen, er hat unzähligen Menschen gedient, zum Teil ohne dass sie das wahrgenommen haben, er hat seinen Jüngern die Füße gewaschen und ihnen klargemacht, dass wenn nicht er ihnen dienen würde sie verloren wären, und am Ende hat er sich am Kreutz zum Diener der ganzen Menschheit gemacht indem er ihre Schuld trug, er hat sein komplettes Leben mit dienen verbracht und ist nun der größte im Reich Gottes.
      Sind wir genauso, sind wir selbst mit der Position des Dieners zufrieden der nicht bewundert wird, der keine Vorzugsbehandlung erhält, ja der vieleicht gar nicht bemerkt wird? Wenn wir ehrlich sind gilt das für die wenigsten von uns, schauen wir uns doch nur in den Gemeinden um, jeder würde gerne vorne stehen, jeder steht gerne im Rampenlicht, oder? Ich habe festgestellt das es in vielen Gemeinden eine Menge Menschen gibt, die dienen, sie werden nur nicht bemerkt, und leider wird es ihnen auch oft nicht gedankt, im Regelfall bemerken wir es erst wenn der Dienst aus irgendeinem Grund nicht mehr ausgeführt wird und Kleinigkeiten oder auch wichtige Dinge die wir für selbstverständlich hielten plötzlich nicht mehr erledigt werden.
      Viele dienen in der Gemeinde ohne das es wirklich jemand bemerkt, ich selbst habe lange Zeit am Mischpult gesessen, und auch andere eher unauffällige Dienste erledigt, aber am Mischpult hat man es am deutlichsten gespürt. Man wurde in der Regel von der Gemeinde nicht beachtet, hätte man nach dem Gottesdienst jemanden gefragt wer denn an Mischpult gesessen hat, hätte man wahrscheinlich keine Antwort erhalten. Aber wenn aus irgendeinem Grund etwas schief ging kamen die Leute zum Mischpult um sich da zu beschweren, was ich teilweise recht ärgerlich fand. Man könnte jetzt denken das die Arbeit am Mischpult undankbar war, so ganz ohne Anerkennung und nur mit gelegentlichem Lob, aber es ist nicht so, ich fand sie eigentlich sehr befriedigend, und hatte meine Freude daran wenn alles gut geklappt hatte, und als dann immer weniger Menschen am Mischpult arbeiten wollten, wurde meine4 Arbeit plötzlich auch sehr geschätzt, aber das eigentliche Geheimnis liegt nicht in der Anerkennung, wer einen Dienst versieht um dafür gelobt zu werden, wird nie zufrieden sein.
      Das Geheimnis darin ein glücklicher Diener zu sein besteht aus zwei Hälften, die eine halte ist es, das man sich daran freuen kann wenn ein Dienst gut erledigt ist, und das alle Leute zufrieden sind, auch wenn sie den Dienst vieleicht gar nicht bemerken, als Beispiel, wer füllt in eiere Gemeinde die Seifenspender auf und sorgt dafür das immer Toilettenpapier und Literarischer vorhanden sind? Ich bin sicher wenn das einmal ausbleibt wisst ihr diesen Dienst zu schätzen. Die andere Hälfte ist die Tatsache das Gott immer bei uns ist, und natürlich auch bemerkt wenn ich diene, und dabei fröhlich bin.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe