Bist du zu stark ist er zu schwach!

      Bist du zu stark ist er zu schwach!

      Heute kommen wir zu einem Thema das etwas schwierig ist, nämlich den Umgang mit den eigenen Stärken. Wir sagen häufig " Jesus ist in den Schwachen mächtig" aber was wir eigentlich meinen ist, wenn er durch jemanden wirkt der schwach ist, wird es ihm auch angerechnet. Paulus greift dieses Thema im 2ten Brief an die Korinther auf, und sagt an dieser Stelle auch, warum Gott den sprichwörtlichen Stachel in seinem Fleisch zulässt, er geht sogar soweit für die widrigen Umstände zu danken, die dafür sorgen das die Ehre an Gott und nicht an Paulus geht.
      Was sollen wir daraus lernen? Sollen wir ab jetzt nur noch Dinge tun, im Zusammenhang mit dem Reich Gottes, für die wir keinerlei Begabung haben, von denen wir auch keine Ahnung haben und für die wir auch nicht geübt oder gelernt haben, so dass, falls etwas brauchbares dabei herauskommt, wir wirklich nur Gott die Ehre geben können, da es ja offensichtlich nicht unser Verdienst ist? Nun es kommt tatsächlich vor das Gott jemanden einen Auftrag gibt der dieser Person so gar nicht zu entsprechen scheint, und dann sollten wir es natürlich tun, man braucht nur das Kreuz und die Messerhelden zu lesen um zu sehen was Gott dann bewirken kann, oder auch die Geschichte von Gideon. Aber das sind Geschehnisse die durch eine direkte Berufung von Gott ausgelöst wurden. Im allgemeinen sollten wir unsere Talente, Begabungen und Geistesgaben natürlich nutzen, ob nun in der Gemeinde oder irgendwo anders. Ich persönlich glaube nicht einmal das Gott uns ein wohlverdientes Lob missgönnt, wenn wir etwas gut gemacht haben, das gilt natürlich nicht für Geschehnisse und Dinge die auf Geistesgaben zurückzuführen sind, wie etwa Heilungen und Prophetien, hier steht allein Gott aller Lob zu.
      Was also ist gemeint? Ich denke es geht darum das wir anerkennen das alles was wir tun, und alle unsere Talente, Begabungen und Fähigkeiten auf Gottes wirken zurückzuführen sind, und auch entsprechend handeln. Ich meine jetzt nicht diese aufgesetzte Demut, die man leider immer wieder Findet, man Lobt jemanden für etwas, und derjenige setzt sein Frommstes Gesicht auf, wehr bescheiden ab und sagt etwa " alles nur durch den Herrn lieber Bruder" während er in Wirklichkeit innerlich vor stolz platzt. Nein es geht darum das Gott uns die Talente und Begabungen in die Wiege gelegt hat und wir das was wir gelernt haben nur deshalb lernen konnten, weil Gott uns dazu befähigt hat. Das heisst nicht das wir kein Lob annehmen dürfen, wenn es denn verdient ist, aber wir sollen Gott die Ehre dafür geben das er uns die Fähigkeiten gegeben hat, und dafür das eine Sache gelungen ist, denn allzu oft tun wir das nicht, zumindest nicht ehrlichen Herzens. Oft denken wir im Stillen " das hab ich jetzt aber gut hinbekommen" oder " Na das ist ja mal wieder Prima gelaufen" und sind innerlich überzeugt das Gott mit uns einen wirklich guten Fang gemacht hat, und sonnen uns in dem Ruhm, der uns, und nur uns zusteht, denn wir haben Gottes Hilfe gar nicht nötig, so begabt wie wir sind..... .
      Deswegen lässt Gott auch manches Mal einen Stachel in unserem Fleisch zu, oder mal auf modern, er lässt Schwierigkeiten und Niederlagen in unserem Leben zu, so dass wir erkennen sollen, das wir ohne das er uns dazu befähigt hat, einfach nichts schaffen. Josef hatte von Gott eine glänzende Zukunft verheißen bekommen, und wenn wir seine Geschichte lesen, sehen wir das er dadurch mehr als nur ein bisschen stolz auf sich war, und dann kam der Stachel. SO ist es auch in unserem Leben.
      Also noch einmal zusammengefasst, wir dürfen unsere Talente und Fähigkeiten natürlich nutzen, dazu hat sie uns Gott schließlich gegeben, ich denke nicht das Gott glücklich ist, wenn z.B. ein begabter Musiker aus falsch verstandener Demut, keinen Lobpreis mehr macht, sondern lieber die Gemeindekasse verwaltet, obwohl er dafür keinerlei Begabung hat. Wir dürfen auch, wenn wir in eine Sache viel Arbeit und Mühe investiert haben, ein ehrlich gemeintes Lob annehme und uns daran freuen. Wir sollen allerdings nichts nur um des Lobes willen tun, oder verzweifeln wenn es mal kein Lob gibt. Wir sollen aber in allen Dingen Gott die Ehre geben und ihm danken das er diese Dinge möglich gemacht hat, denn das hat er, auf vielerlei Hinsicht, und er verdient daher auch unser Lob und auch das der Anderen, die richtige Antwort auf ein Lob wäre also..." Danke, ich hab mir auch wirklich Mühe gegeben und ich danke Gott das alles so gut geklappt hat, ohne seine Hilfe hätte ich das nicht hinbekommen."
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe