David gegen Goliath

      David gegen Goliath

      Wenn eine Geschichte aus der Bibel wirklich jedem bekannt ist, so ist es mit Sicherheit die des Kampfes zwischen David und Goliath, der Kampf des heranwachsenden Jungen gegen den Riesen, mit dem Baumlangen Speer. Für uns Christen lehrt uns diese Geschichte das dem der auf Gott vertraut alles gelingen kann, und das stimmt in jedem Fall, leider lesen viele Christen außerdem aus dieser Geschichte dass wir unsere Kämpfe ohne jede Vorbereitung und ohne jede geeignete Ausrüstung bestreiten können. Sie sehen, während sie die Geschichte lesen, den halbwüchsigen David, blauäugig ohne Angst und Zweifel mit einer Badehose und einer Kinderschleuder dem riesigen Goliat entgegen hüpfen und hopp ein Steinchen aus dem Handgelenk schissen und flopp fällt der Riese um und David gibt ihm den Rest.
      Liebe Geschwister, das ist Blödsinn! David ist nicht unbedacht und blauäugig auf Goliat losgegangen, er war schließlich kein Trottel, keiner der Helden aus der Bibel hat das getan, sondern alle Handlungen waren wohl durchdacht, und nur wenn sie eine klare Anweisung von Gott bekamen taten sie etwas, in unseren Augen unsinniges, wie zum Beispiel Josua und die Trompeten von Jericho. Aber schauen wir uns die Geschichte erstmal etwas genauer an.
      David kommt ins Heerlager der Israeliten um seine Brüder zu besuchen, aus Anweisung seines Vaters, und sieht wie Goliat Israel verspottet. Er wird wütend und erlangt trotz heftigen Gegenwindes die Erlaubnis auf die Herausforderung Goliaths zu antworten. Er lehnt die Königlichen Waffen und Rüstung ab und tritt Goliat mit seiner Hirtenschleuder entgegen, und es gelingt ihm den Riesen zu fällen.
      Zum ersten Punkt, David hatte Mut und Vertrauen in seinen Gott, damit war er allen Soldaten Israels inklusive Sauls überlegen, er war wütend das die Israeliten es zuließen das dieser Goliat sie und damit auch Gott verspottete, das war sein Beweggrund, er wollte weder Ruhm noch Reichtum oder irgendeine Belohnung, er wollte dafür sorgen das Gottes Name geehrt wird. Er handelte also nicht eigennützig als er diesen Kampf suchte, das sollten wir uns bei unseren Kämpfen auch vor Augen halten. Im weiteren Verlauf trifft er einige scheinbar unsinnige Entscheidungen, aber ich sage, sie waren wohl überlegt, und mach besten Wissen und Gewissen gefällt.
      Er entscheidet sich die Rüstung und die Waffen Sauls nicht zu tragen, die ihm dieser großzügig anbietet, warum? Jeder Soldat, denn die meisten Soldaten hatten in diesen Zeiten weder eine gute Rüstung, noch gute Waffen, hätte die Rüstung und die Waffen mit Kusshand genommen, warum nicht David. Nun überlegt mal etwas, warum wurde Saul zum König von Israel, richtig weil er der Körperlich größte unter seinem Volk war, wir dürfen also getrost annehmen das er deutlich grösser und breiter war als David, was bedeutet hätte das David in einer Rüstung gesteckt hätte die im drei Nummern zu groß gewesen wäre, außerdem war David kein Soldat und somit keine Rüstungen gewohnt. Das hätte mit Sicherheit dazu geführt das er von der Rüstung nicht etwa geschützt worden, sondern bis zur völligen Unfähigkeit hin behindert worden wäre.
      Aus demselben Grund lehnt er die Waffen ab, sie waren viel zu groß für ihn, und außerdem hatte er keinerlei Erfahrung im Umgang mit ihnen, er hätte Goliat Mann gegen Mann mit Waffen entgegentreten müssen die er nicht beherrschte, in einer Rüstung in der er sich nicht bewegen konnte, denkt ihr immer noch es war Naiv das abzulehnen?
      David nahm stattdessen seine eigene Waffe, und eine Schleuder ist eine Waffe, kein Spielzeug. Die Römer verwendeten solche Schleudern wie sie David benutzte als Kriegswaffe, es gab sogar eigens dafür gegossene Bleigeschosse, und David war, nach seinen eigenen Worten, mit eben dieser Schleuder schon gegen Löwen und Bären angetreten, er wusste also damit umzugehen.
      Das war also Davids Vorgehensweise, er Kämpfte aus der Ferne mit einer Waffe die er beherrschte in dem sicheren Wissen das Gott mit ihm war und seine Hand lenken würde, so fand dieser Kampf statt und so gewann ihn David.
      Versteht mich nicht falsch, Davids Tat war beispielhaft, sein Glaub, Gottvertrauen und Liebe zu Gott suchen Ihresgleichen und sein Mut war unglaublich, ich will nur klarstellen das er weder dumm, noch naiv noch blauäugig war, David wusste genau was er tat, und war nach seinen Möglichkeiten, bestens vorbereitet.
      Daraus sollten wir lernen das auch wir unsere Kämpfe mit bedacht wählen sollten, und das unser Vertäuen und unsere Liebe zu unserem Lebendigen Gott unser Antrieb und unser Schild sein sollten, das wir aber trotzdem uns auf bevorstehende Auseinandersetzungen vorbereiten sollten, zum einen Natürlich mit Gebet und festem Glauben, aber das wir zum anderen unsere Möglichkeiten voll ausnutzen.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe