Der beste Platz im Himmel

      Der beste Platz im Himmel

      Von vielen Geschwistern höre ich immer wieder " Im Himmel will ich auf Gottes Schoß sitzen, ich werde einen Platz ganz nahe bei Gott bekommen" und wir singen das auch in manchen Liedern, das wir ganz vorne mit dabei sein werden.
      Ich singe bei diesen Lidern meist nicht mit, und antworte auf solche Aussagen meist " Ich bin froh wenn ich einen Platz bekomme" Das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht gerne einen Platz in der Nähe Gottes hätte, es ist auch keine falsche Bescheidenheit sondern schlicht die Wahrheit, Gott allein sagt wer in den Himmel kommt und wer nicht, durch Jesu Geschenk hat er uns quasi eine Freikarte in den Himmel gegeben, für die wir nicht tun müssen als zu glauben, aber es ist auch nicht mehr, es gibt bei Jesus keine erste Klasse Tickets, allein den Aposteln ist von Jesus zugesagt worden das sie auf Thronen im Himmel sitzen werden um über die 12 Stämme Israel zu richten.
      Ich finde im neuen Testament, vor allem in den Worten Jesu keinerlei Hinweis darauf das irgendjemand eine Vorzugsbehandlung zu erwarten hat, wenn es um den Himmel geht, im Gegenteil, Jesus macht im Gleichnis mit den Arbeitern im Weinberg, zumindest sehe ich das so, deutlich klar das jeder denselben Lohn erhält. An anderer Stelle ermahnt er uns sogar deutlich, keinen Anspruch auf die besten Plätze anzumelden da wir sonst eine böse Überraschung erleben könnten.
      Wie gesagt, es ist nicht so dass ich mir keinen Platz in Gottes Nähe wünsche, es ist nur so dass ich eben keinen Anspruch darauf haben, aber genau das glauben einige Geschwister, und damit kommt Leistungsdenken in den Glauben, und das hat dort absolut nichts zu suchen. Denn was sagen wir aus? "Ich bekomme einen Platz auf Gottes Schoß weil ich...." Ja genau, weil ich ihn aus irgend einem Grund, oder durch irgendeine Tat verdient habe. Liebe Geschwister, das ist Blödsinn, wir können uns nichts für den Himmel verdienen, keinen besseren Platz, kein schönes Haus, keine Jacht, das geht einfach nicht, der Himmel ist Gottes Geschenk an uns.
      Es mag sein das es im Himmel bessere und schlechtere Plätze gibt, ich weiß es nicht, aber Tatsache ist, das alleine Gott deren Vergabe festlegen wird, und zwar nach seinen eigenen Kriterien, und wenn ich im Laufe der Zeit eines gelernt habe, dann das Gott andere Maßstäbe anlegt als wir, für Gott Zählt weniger die Leistung als die Herzenshaltung die wir dabei haben. Erinnern wir uns hier an eine, zumindest finde ich das, Bibelstelle die sehr beunruhigend sein kann. An einer Stelle sagt Jesus, es werden einst Menschen vor mir stehen die sagen" ich habe in deinem Namen geheilt" oder ähnliches, also Offensichtlich Menschen in deren Leben etwas passiert ist, die Wunder erlebt haben die durch den Namen Jesus passiert sind, und trotzdem wird er ihnen sagen " ich kenne euch nicht ". ich denke an dieser Stelle sind Menschen gemeint die eigene Leistung erbracht haben und sich Quassie den Himmel verdienen wollten. das ist eine Gefahr liebe Geschwister, denn wie schon gesagt, Gott schaut auf das Herz, weniger auf die Leistung, den Erfolg schenkt er, wer durch eigene Leistung, selbst wenn er sie im Namen Jesu vollbringt, etwas erreicht hat sich damit keinen besseren Platz gesichert eher im Gegenteil.
      Auf der anderen Seite lesen wir im Jakobusbrief das Glaube ohne Werke tot ist, was ist denn nun richtig? ich denke das beide Seiten gleich Recht haben, wir sollen keine Leistung aus eigener Kraft erbringen... wobei ich den Ausdruck eigene Kraft eigentlich nicht mag, denn natürlich müssen wir selbst etwas tun.... ich denke, besser ausgedrückt wäre es mit: aus Pflichtgefühl, weil wir glauben was sollten das tun... ja ist schwammig, aber hier stößt eben die deutsche Sprache an ihre Grenzen.
      Der Grund dafür das wir etwas tun, sollte also nicht der sein das wir glauben wir müssten, unser Pflichtgefühl und ganz sicher nicht der Gedanke uns irgendetwas verdienen zu wollen, sondern die Liebe und die Freude, oder wenn wir von Gott eine klare Anweisung bekommen, im letzten Fall sollte es aber auch die Liebe sein die uns zum Gehorsam treibt. Ich will es noch etwas genauer erläutern, wir sollten nicht Missionieren weil wir die Anweisung bekommen haben, oder weil Christen das eben machen, sondern weil wir Gott lieben, weil wir unbedingt weitererzählen wollen wie toll Gott ist, oder weil wie unsere Mitmenschen lieben und es uns schmerzt zu sehen wie sie verlorengehen, das ist es was Gott will, und das ist es auch was Jakobus meint, wer wirklich Glaubt wird Werke vollbringen, nicht weil er muss oder soll, oder weil er eine Belohnung erwartet, die Werke werden einfach aus der Liebe zu Gott und dem Nächsten geboren. Wer liebt wird helfen wenn er kann, er wird weitererzählen was ihm solche Freude macht, er wird für seine Nächsten da sein und dadurch ohne darüber Nachzudenken gute Werke vollbringen.
      Ja ich weiß, es ist ein schmaler Grat zwischen, glauben zu müssen, und aus Liebe, und manches Mal führt auch der Weg zur Liebe über dieses Pflichtgefühl, wenn ihr also denkt ihr solltet etwas tut, hört nicht damit auf aus Angst es aus eigener Kraft zu tun, es gibt nämlich einige einfache Indikatoren. Macht euch das was ihr tut Freude, habt ihr von Gott ein klares Ja dafür bekommen, fühlt ihr wie ihr Kraft schöpft wenn ihr es tut ( hier ist die Seelische innerliche Kraft gemeint, die auch dann da ist, wenn wir körperlich müde sind ) wird euer tun gesegnet, wenn ihr einige oder zumindest eine dieser Fragen mit Ja beantworten könnt, macht weiter und versucht nur mehr in die Liebe zu kommen.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe