Entscheidungen treffen und damit leben

      Entscheidungen treffen und damit leben

      Wir alle müssen täglich die verschiedensten Entscheidungen treffen, das fängt schon damit an das wir uns morgens dazu entscheiden aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Es sind sicher hunderte von Entscheidungen die wir jeden Tag treffen, was essen wir, was ziehen wir an, Aufzug oder Treppe, laufen oder fahren und so weiter. Die meisten dieser Entscheidungen machen uns keinerlei Probleme, denn sie haben kaum eine maßgeblichen Einfluss auf unser Leben. Es gibt aber auch Entscheidungen die uns längst nicht so leicht fallen, nämlich diejenigen die wirklich Einfluss auf unsere Zukunft haben, wo diese Grenze von unbedeutende zu bedeutende Entscheidung liegt ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, so hat der eine schon bei der Auswahl des täglichen Speiseplans Entscheidungsschwierigkeiten, während der nächste fast das komplette Leben ohne jedes Nachdenken oder Wanken durchsteht, beides extreme sind natürlich nicht wirklich Gesund, und der Grund für bei liegt im Nachdenken über die Konsequenzen.

      Jemand der nicht über die Konsequenzen seiner Entscheidungen nachdenkt, oder dem sie Egal sind, hat natürlich keine Probleme selbst dramatische Entscheidungen zu treffen. Der andere denkt vor der Entscheidung alle möglichen Konsequenzen bis in die unmöglichsten Verstrickungen durch, gewöhnlich in den düstersten Farben und verzweifelt darüber an der Entscheidung ob es Gemüse oder Pizza zu Mittag gibt, ich will das mal eben etwas deutlicher machen, indem ich die Gedanken der Person etwas nachbaue ( das Beispiel ist natürlich frei aus der Luft gegriffen und auch die Gedanken der Person errate ich nur aus Erfahrungswerten ) :
      " wenn ich Pizza esse bin ich sicher schneller mit kochen fertig, es sei denn ich mache den Teig selbst, dann muss ich aber noch einkaufen, was wenn mein Geld nicht reicht, muss ich noch zur Bank, was wenn mein Geld überhabt ausgeht und ich keine Rücklagen mehr habe, außerdem nehme ich von Pizza immer zu, und die Fettige Salami und der Käse sind schlecht für den Kreislauf, was wenn ich einen Herzinfarkt bekomme, soll ich nicht doch lieber Gemüse essen, aber von Gemüse bekomm ich immer Blähungen, was wenn ich irgendwo hingehe und pupsen muss, dann bin ich blamiert, außerdem liest man ja immer was alles im Gemüse drinnen ist, was wenn ich schlechtes Gemüse erwische, vieleicht Biogemüse....aber wer sagt mir das es auch wirklich Bio ist, außerdem ist Bio teuer, was wenn mein Geld nicht reicht..........

      Die meisten von uns finden das sicher eher komisch, aber stellt euch mal wirklich vor es ginge euch so bei der Entscheidungsfindung, witzig ist das nicht wirklich, und es ist eine Tatsache das die meisten von uns eher in diese Kategorie fallen, wenn auch die meisten nicht derart extrem, aber vor allem bei größeren Entscheidungen drehen unsere Gedanken wirklich Kreise, wenn es zum Beispiel um größere Anschaffungen oder um einen neuen Beruf geht, das schlimme daran ist, wenn man einmal damit angefangen hat seine eigenen Entscheidungen anzuzweifeln ( ich rede hier von einem generellen anzweifeln der Enstscheidungsfähigkeit, nicht von der Einsicht das vieleicht die eine oder andere Entscheidung falsch war ) wird die kritische Grenze immer niedriger, bis hin zum oben genannten Beispiel. Deswegen scheuen viele Leute generell vor Entscheidungen zurück, oder lassen andere für sich entscheiden, versuchen die Verantwortung auf jemand anderen abzuwälzen, einige der schlimmsten Gräueltaten sind mit dem Satz " ich hab nur gemacht was mir gesagt/befohlen wurde ". Es gibt auch Christen die versuchen diese Verantwortung auf Gott abzuwälzen indem sie vor jeder noch so kleinen Entscheidung um Gottes Hilfe flehen, aber dazu später.

      Es ist klar, jede meiner Entscheidungen hat Konsequenzen, kleine oder große, und nicht alle kann ich immer absehen. Zwar muss ich mir, vor allem bei größeren Entscheidungen, die Konsequenzen überlegen, aber ich habe auch nichts davon wenn ich die wildesten Überlegungen um tausende Ecken anstelle. Ich muss einfach die Konsequenzen die klar ersichtlich sind erkennen und bereit sein mit ihnen zu leben alle anderen Möglichkeiten, etwa Krankheit, Arbeitslosigkeit oder ähnliches kann ich nicht Vorrausehen und auch nur schwer dafür planen. Und hier kommt der Vorteil den Christen haben, wir können diese Ungewisse in Gottes Hand legen, in dem wissen das er ein liebender Vater ist, der uns Hilft wenn wir ihm vertrauen, allerdings wird er uns nicht die Entscheidungen abnehmen, wir können zwar nach seinem Willen fragen, und gerade bei großen Entscheidungen dürfen wir auch eine Antwort erwarten, aber die letzte Entscheidung liegt bei uns, und wir sind für die Konsequenzen Verantwortlich. Das ist das Geheimnis der Entscheidungsfindung, die Konsequenzen überblicken und dazu stehen, auch die Konsequenzen wenn etwas schief läuft. Außerdem muss man bereit sein bei unvorhergesehenen Ereignissen Entscheidungen zu überdenken, oder wenn sich nach einer Zeit herausstellt das die Entscheidung falsch war, das zuzugeben. Wichtig ist dabei das man, die negativen Konsequenzen hinnimmt, sie vieleicht bereut und versucht Wiedergutmachung zu leisten wo es nötig ist, aber nicht in Verzweiflung gerät, denn damit hilft man niemandem.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe