Wohin mit den Gefühlen

      Wohin mit den Gefühlen

      Ein Thema das mich immer wieder beschäftigt ist der Umgang mit unseren Gefühlen, seien es Zorn, Hass, Liebe, Trauer, Scham, Angst oder andere, wie gehe ich als Christ damit um, lasse ich sie einfach zu und gebe ihnen nach, oder unterdrücke ich sie und Zeige immer mein erlöstes Lächeln, hinzu kommt das wir ja alle schon von Haus aus verschieden damit umgehen, Frauen zum Beispiel sind meist etwas gefühlbetonter als Männer, ob das jetzt an der Erziehung, oder Veranlagung liegt sei mal dahingestellt, und natürlich geht auch jeder persönlich etwas änderst mit seinen Gefühlen um, also wie soll man da ein allgemeines vorgehen festlegen, geht das überhaupt?

      Ich glaube das es tatsächlich keine generelle Antwort gibt, kein generelles richtig oder falsch, mir ist zum Beispiel klar das ich, ich habe meine Gefühle meist gut in Griff und lasse sie kaum jemanden sehen, nicht weil ich es will, ist bei mir einfach so, nie so mit meinen Gefühlen umgehen kann wie meine Frau, die teilweise regelrecht von ihren Gefühlen gebeutelt wird, auch nicht aus eigenem Entschluss, sondern weil sie eben so ist, dennoch ist mir klar das weder meine Frau noch ich wirklich gut damit umgehen, obwohl wir natürlich daran arbeiten.

      So und nun zum praktischen Teil, auch wenn es keine generelle Anleitung gibt, ein paar Tipps und Anregungen gibt es, zunächst einmal, unsere Gefühle gehören zu uns, Gott hat sie uns gegeben, und das aus gutem Grund, deshalb ist es falsch sie generell zu unterdrücken, das ist nicht nur falsch sondern tatsächlich schlecht für unsere Gesundheit. Auch Jesus hat seine Gefühle zugelassen, er hat im Garten geweint, hatte Angst, und ich bin sicher das er auch gelacht hat, er hat um Lazarus getrauert und war zornig im Tempel. Aber genauso wenig richtig ist es ein Sklave seiner Gefühle zu sein, jedem Gefühl sofort nachzugeben und von einem Chaos ins nächste zu stürzen, denn auch wenn Gott die Gefühle in uns hineingelegt hat, sollen sie dennoch nicht unser Boss sein, das ist Gott.

      Also Gefühle ja aber nicht ohne Beschränkungen? Jain, ich denke jeder kann lernen im Alltag seine Gefühle richtig auszuleben, aber was ist wenn es wirklich heftig kommt, wenn Gefühle aufkommen die uns innerlich fast zerreißen, was dann? Nun zuerst natürlich, wir gehen damit zu Jesus, er kennt sie ohnehin, also stört es nicht wenn wir sie im Gebet ausleben, allerdings sollten wir uns dafür den richtigen Rammen suchen, ich gehe zum Beispiel gerne im Wald spazieren, da kann man mal schreien, oder mit sich selbst diskutieren, weinen oder laut lachen, aber dafür muss jeder seinen eigenen Platz finden. Also zum Abschluss, unterdrücke deine Gefühle nicht, aber sei auch nicht ihr Sklave, finde deinen persönlichen Mittelweg, zusammen mit Jesus.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe