Wie komme ich zur Ruhe

      Wie komme ich zur Ruhe

      Wir alle haben es immer wieder nötig zur Ruhe zu kommen, zu entspannen, sei es nun zum Gebet, zum Gottesdienst oder abends mit der Familie, spätestens aber beim Einschlafen sollte man wirklich zur Ruhe kommen, denn ein gesunder Schlaf ist notwendig um gesund zu bleiben. Auch die Bibel spricht immer wieder davon zur Ruhe zu kommen bzw. Still zu werden, leider ist es ,so dass immer mehr Menschen gerade damit ein echtes Problem haben, sie schaffen es einfach nicht zur Ruhe zu kommen, sind ständig angespannt und nervös, können nicht entspannen, und damit einhergehend auch nicht wirklich genießen, denn um etwas zu genießen muss man zur Ruhe gekommen sein, um sich voll auf diese eine Sache zu konzentrieren. Die Folgen dieses, nicht zur Ruhe Kommens, sind schlimm, und betreffen Christen wie Nichtchristen, da sind Burnout, Schlafstörungen, Depressionen, nervöse Störungen, um nur einige mögliche Auswirkungen zu nennen.
      Viele werden jetzt sagen, es ist klar das es immer schwerer fällt ruhig und gelassen zu bleiben, die Welt wird immer schneller immer hecktischer, die Anforderungen an den einzelnen werden immer höher, auf der Arbeit und im privaten Bereichen, immer mehr stürmt auf uns ein, immer mehr Nachrichten müssen verarbeitet werden, sei es aus dem Fernsehen, der Zeitung oder dem Internet, hinzu kommt noch der Druck etwas erleben zu müssen, die knappe Freizeit möglichst effektiv zu nutzen und auf keinen Fall zu verschwenden, wie soll man da noch zur Ruhe kommen, wenn die stillen Momente die man dazu braucht immer knapper werden, kein Wunder werden die Menschen immer nervöser und hecktischer, aber gerade aus diesen Gründen ist es auch wichtiger denn je Ruhe zu suchen und zu finden, denn ohne das werden wir früher oder später unter dem Alltagsdruck zusammenbrechen.

      Aber wie kommt man den nun zur Ruhe? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber zuallererst muss man sich die Stillen Momente schaffen die dazu nötig sind, auch wenn es dazu nötig ist, vieleicht etwas früher auszustehen, oder die knappe Freizeit zu opfern, diese stillen Momente müssen nicht lang sein, aber sie sind unbedingt nötig, also steht man eine halbe Stunde früher auf, oder sagt seiner Familie, jetzt muss ich Zeit für mich selbst haben, und darauf bestehen es muss wirklich nur eine halbe Stunde, gerade für Christen ist es sinnvoll das mit der Stillen Zeit zu koppeln, denn ohne Ruhe ist die Stille Zeit sicher nicht so still und Kraftgebend wie sie sein sollte. Nun haben wir uns einen stillen Moment geschaffen, aber die Alltagssorgen und Probleme sind noch da, und solange diese in unserem Kopf herumschwirren, werden wir keine Ruhe finden, selbst wenn es um uns herum Still ist.

      Die Menschen haben einiges versucht, Autogenes Training, Meditation, Yoga und so weiter um zur Ruhe zu finden, als Christen haben wir hier einen Pluspunkt, denn Jesus sagt:" kommt her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seid" und damit sind auch unsere Sorgen und Probleme gemeint, wir können sie bei Jeus abgeben, sie loslassen, uns frei davon machen. Er hat Zeit für uns, hört uns zu, bei ihm können wir unseren Frust loswerden, unsere Ängste zugeben, unsere Sorgen und Probleme abladen, der eine tut das im Gebet, der andere schreibt es auf, es gibt einige Möglichkeiten, versucht es einfach, aber lasst diese Dinge auch wirklich bei Jesus, denn hier kommt ein weiterer wichtiger Faktor, damit wir diese Dinge bei Jesus abladen können, müssen wir ihm zuerst voll vertrauen.

      Natürlich vertraue ich Jesus, ist doch klar, werden jetzt viele sagen, aber wenn das wirklich so wäre, dann würde uns das zur Ruhe kommen nicht so schwer fallen. Wäre unser Vertrauen so groß wie wir behaupten, dann würden wir nach einem Gebet nicht weiter über unsere Sorgen nachdenken, denn wir wüssten das Jesus sich kümmer, das unser Himmlischer Vater die Dinge in seiner Hand hat. Leider fehlt vielen von uns, und auch ich bilde da keine Ausnahme, dieses absolute Vertrauen, beim einen mehr beim anderen weniger, aber ein Rest Zweifel bleibt, wird er sich wirklich darum kümmern, sind meine Probleme nicht zu unwichtig für den großen Gott, will er mir mit den Sorgen und Problemen etwas Zeigen und viele andere Gedanken erschüttern unser Vertrauen. Abgesehen davon das wir generell der Meinung sind, keiner würde sich so gut um unsere Probleme kümmern wie wir, und sie deshalb nur ungerne loslassen.

      Als Rat und Hilfe bleibt uns hier nur die Bibel und das Gebet, lesen wir uns die Stellen in der Bibel durch in denen uns zugesagt wird, das der Herr unsere Lasten trägt. Und lesen wir auch die Stellen durch wo Gott konkret Menschen hilft. Bringen wir auch unseren Zweifel und unser mangelndes Vertrauen vor Gott, habt hier keine Scheu, er weiß es ohnehin. Hören wir nicht auf immer wieder unsere lasten zu Gott zu bringen, und bleiben wir auch eine Weile da. Viele spulen nur schnell ihre Liste runter und gehen dann weiter, nein laden wir unsere Lasten ab und warten etwas am Kreuz, denn so lassen wir dem Herrn die Chance uns vieleicht zu zeigen wo ein Ausweg ist. Ein weiterer wichtiger Punkt um das Vertrauen zu stärken ist es, sich an die Gelegenheiten in der Vergangenheit zu erinnern, wo uns oder auch Menschen die wir kennen, geholfen hat.

      Das ganze wird wahrscheinlich nicht von jetzt auf gleich funktionieren, es braucht eine Zeitlang um echtes Vertrauen aufzubauen, das gilt auch für unser Vertrauen in Gott, aber es lohnt sich dranzubleiben. Denn wenn wir dranbleiben, werden wir irgendwann wirklich zu Ruhe kommen, und damit auch mehr in die Gegenwart Gottes, wir werden wieder lernen richtig zu entspannen, zu genießen, dann sind Burnout und ähnliches kein Thema mehr, und nicht zuletzt, es heißt nicht umsonst, in der Ruhe liegt die Kraft.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe