Was wirklich hilft ,wenn andere Probleme haben

      Was wirklich hilft ,wenn andere Probleme haben

      Ich hatte kürzlich ein Gespräch das mich ins Nachdenken gebracht hat, es ging um den Umgang mit unseren Geschwistern im allgemeinen, und um den Umgang mit Geschwistern die gerade in einer Krise stecken im allgemeinen. Wir sprachen darüber das, das miteinander in den Gemeinden, und die Nächstenliebe unter den Geschwistern, weit von dem entfernt ist was uns in den Evangelien gelehrt wird, das gerade Geschwister mit Problemen und in Lebenskrisen oft allein gelassen werden, weil wir uns mit ihnen überfordert fühlen. Das ist eine traurige Wahrheit, gerade auch wenn wir an das Liebesgebot von Jesus denken, und daran das die Gemeinde der Heiligen an der Liebe die dort herrscht erkannt werden soll, aber es ist leider oft die Wahrheit, und was es noch schlimmer macht, das gilt leider auch für einige Geschwister die in einem Seelsorgerlichen Dienst sind.
      Ich habe darüber nachgedacht woran es liegt, warum scheuen wir den engen Kontakt zu Geschwistern im allgemeinen, und zu Geschwistern mit Problemen im besonderen: Der erste Grund ist natürlich unsere eigene Verletzlichkeit, wenn wir liebevoll mit Geschwistern umgehen wollen, müssen wir uns ihnen öffnen, etwas von uns preisgeben, und dadurch werden wir verletzbar, und leider werden wir auch häufig verletzt, das geht uns so, und das ging auch Jesus so, er hat sich seinen Jüngern geöffnet, und wurde von ihnen enttäuscht, ich denke da gerade an die Stelle im Garten, wo er sich nichts von ihnen wünschte als das sie mit ihm wachen, und sie ihm selbst diesen Wunsch nicht erfüllten.
      Verletzlichkeit und verletzt zu werden gehören leider dazu, aber dennoch, das was wir bekommen, wenn wir wirklich liebevollen Umgang miteinander pflegen, wiegt die Verletzungen auf, außerdem haben wir den besten Herzensheiler auf unserer Seite den es gibt.
      Ich denke jetzt nicht das wir sofort jedem auf diese Weise begegnen können, das wird uns leider kaum gelingen, aber wir können mit den Geschwistern die uns nahestehen beginnen, und den Kreis nach und nach ausweiten, denkt an das Sprichwort, Liebe ist das einzige das mehr wird, wenn man es teilt.
      So kommen wir jetzt zu Geschwistern mit Problemen, ich habe festgestellt das wir oft deswegen Abstand suchen, und uns überfordert fühlen, weil wir glauben es wäre unsere Aufgabe ihnen zu helfen, was natürlich richtig ist, aber die Art der Hilfe die wir von uns selbst erwarten ist die falsche, wir glauben das wir die Probleme der Geschwister mit unserem Rat oder durch unsere Taten lösen müssen, und das ist Blödsinn. Natürlich gibt es Probleme bei denen wir aktiv und schnell helfen können, aber das sind eher wenige, den meisten Problemen, vor allem Psychischen, stehen wir hilflos gegenüber, und weil wir wissen das wir diese Probleme nicht lösen können, meiden wir diese Geschwister,, und verletzen sie so. Dabei können wir durchaus helfen, ohne uns dabei selbst unter Druck zu bringen, indem wir unseren Geschwistern liebevoll begegnen, uns ihrer Probleme und Leiden anhören und mit ihnen beten, wenn wir einen guten Rat oder eine Eingebung haben können wir sie natürlich einbringen, aber nicht mit der Erwartung das damit das Problem aus der Welt ist, damit setzen wir nur uns und unser gegenüber unter Druck. Wir müssen die Probleme der anderen nicht lösen, das liegt nicht in unserem vermögen, und das erwartet auch niemand von uns, am wenigsten unsere Geschwister, denn sie wissen das diese Probleme nicht über Nacht aus der Welt zu schaffen sind, aber wir können beten, und Jesus hat bestimmt eine Lösung, aber auch hier sollte man keinen übernacht Erfolg erwarten, oft ist es ein langer Weg, und unsere Aufgabe ist es meist nicht den anderen zu tragen, das tut Jesus, unsere Aufgabe ist es ihn zu begleiten indem wir zuhören, lieben und beten, das setzt uns nicht unter Stress, aber es hilft den anderen mehr als tausend gute Ratschläge, und vor allem mehr als wenn wir uns von ihm abwenden weil wir glauben helfen zu müssen.
      Christentum und Jesus sind nicht mein Hobby, sondern meine Lebensaufgabe